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Veröffentlichungsdatum: 27. februar 2018
Wir Slowenen haben viele erfolgreiche Familienunternehmen, darunter auch die Tischlerei Hrovat, die dieses Jahr ihren 50. Geburtstag feierte. Der Gründer des Familienunternehmens ist Franc Hrovat, und jetzt führt sein Sohn Marko das Unternehmen bereits seit 17 Jahren erfolgreich weiter. Wir sprachen mit dem Enkel des Gründers der Tischlerei Hrovat, Jaka.

Das Familienunternehmen Mizarstvo Hrovat feierte in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen (Bildquelle: persönliches Archiv).

Bevor der 23-jährige Jaka, der Betriebswirtschaft studiert, dem Familienunternehmen beitrat, leitete er fünf Jahre lang einen Online-Shop in Slowenien und Kroatien. Seine Erfahrungen im Bereich Online-Marketing, Geschäftsabwicklung mit dem Ausland und Aufbau eines finanziell stabilen Unternehmens mit Wachstumspotenzial konnte er dann in das Unternehmen einbringen, das von seinem Großvater gegründet wurde.

Suche nach Möglichkeiten im bestehenden Programm

»Die Holzbranche war bei meiner Ankunft neu für mich. Ich kam mit einer Vision und dem Wunsch zu kreieren ins Unternehmen, mein Vater ermutigte mich dabei.Ich suchte nach Möglichkeiten in den Produkten des bestehenden Verkaufsprogramms, gleichzeitig boten mein Vater und ich im ersten Jahr dem Markt Neuheiten an, mit denen es möglich war, die Einnahmen zu steigern,« sagt Jaka. Derzeit besteht das Team aus sieben Mitgliedern, bei erhöhtem Arbeitsaufkommen suchen sie jedoch zeitweise neue Mitarbeiter.

Die Haupttätigkeit der Schreinerei Hrovat ist die Herstellung von maßgeschneiderten Produkten für die Außenanlagen: Gartenhütten, Holzfassaden, Zäune, Terrassen, Pergolen und Ähnliches. Letztes Jahr gelang es ihnen, das Verkaufsprogramm so weit zu vervollständigen, dass sie dem Kunden praktisch alles bieten können, was für eine umfassende Ausstattung der Hausumgebung benötigt wird - schlüsselfertig. Das Hauptmaterial ist natürlich Holz.

Mit vereinten Kräften trennten Jaka und sein Vater Marko zwei völlig neue Verkaufsprogramme vom bestehenden ab und stellten sie mit einer neuen Website vor. Es entstanden noch eine Website für Blockhäuser und Produkte zum Verwöhnen.

Aus Abfalllatten entstand eine Idee für ein neues Produkt

Ideen gibt es im Überfluss, sagt Jaka. In ihrer Auswahl finden wir auch hölzerne Lufterfrischer für Autos. An diesem Projekt arbeiteten sie mit dem Familienunternehmen Kemplast aus Domžale zusammen.»Die Idee kam praktisch vom Himmel. Während der Produktion einer Serie von Holzleisten blieben uns Abfallleisten in den Maßen ungefähr 10 x 5 cm übrig. Üblicherweise werden Abfälle solcher und ähnlicher Dimensionen nicht für andere Produkte verwendet, daher verbrennen wir sie im Winter,« dachte er gemeinsam mit seinem Vater daran, die Leisten zu parfümieren, ihnen einen Aufhänger anzubringen und sie als Lufterfrischer im Auto zu verwenden.

Die Schreinerei Hrovat denkt auch über die Vorstellung des Projekts von Holzlufterfrischern für Autos auf Kickstarter nach (Bildquelle: Privatarchiv).

Sei natürlich, bleib cool!

Jaka wandte sich an das Familienunternehmen Kemplast in Domžale, bei dem auch Jani Novljan angestellt ist, um Hilfe bei der Beduftung und Verpackung zu erhalten. Gleichzeitig entstand die Idee, das Projekt gemeinsam anzugehen. Sie begannen zusammenzuarbeiten.»Kemplast verwendet für seine Produkte die Marke Pinodor, die in Slowenien im Bereich Lufterfrischer bereits seit langem bekannt ist. Wir haben beschlossen, diese Marke auch für das Programm ökologisch orientierter Lufterfrischer mit dem zusätzlichen Slogan Be natural, Stay Cool! (Sei natürlich, bleib »cool«, Anm.d.Red.) zu verwenden.«

Konkurenz gibt es (noch) nicht!

Es folgten Tests und die ersten Prototypen aus einer Kombination von Fichtenholzplättchen, getränkt in ätherische Öle. Trotz einiger Probleme bei den Tests trieb sie die Idee weiter voran. Sie stellten auch fest, dass es auf dem Markt noch keine Lufterfrischer aus Holz gibt, die gleichzeitig mit natürlichen Aromen parfümiert sind. Laut Jaka gibt es nur holzige Düfte mit klassischen synthetischen Duftnoten und Erfrischungen aus Kunststoffen, die mit einer Kombination natürlicher Duftstoffe parfümiert sind.

Im Sommer wurde die erste Serie von Lufterfrischern aus Holz hergestellt.

Sie haben auch eine Marktuntersuchung durchgeführt, in die sie 1500 Personen einbezogen und damit geeignete Duftkombinationen, die Form des Produkts und die Verpackung bestimmt haben. Unter Berücksichtigung aller Faktoren, darunter auch wie wichtig es für den Kunden ist, dass das Produkt ökologisch ausgerichtet ist, stellten sie Anfang dieses Sommers die erste Serie von Produkten her.»Den Holzeil einschließlich der Endform und des Designs fertigen wir in der Tischlerei an, das Unternehmen Kemplast trägt das Aroma auf das Holzplättchen auf und verpackt es,« damit ist das Produkt verkaufsfertig. Sie bieten drei verschiedene Düfte an: Relax, Energy und Balance.

In einer Woche können sie etwa 20.000 Stück herstellen.

Ihr derzeitiges Vertriebsnetz soll erweitert werden, daher sind sie ständig auf der Suche nach Geschäftspartnern.»Mit den vorhandenen Maschinen für die Serienproduktion können wir wöchentlich rund 20.000 Stück herstellen,« erklärt Jaka und fügt hinzu, dass sie sich auch zusätzlich an die Wünsche des Auftraggebers anpassen.

Kickstarter im Ausland!

Sie wünschen sich auch das Ausland.»Wir exportieren derzeit noch nicht, sind uns aber des Potenzials des Produkts und der Größe des Weltmarktes für Auto-Lufterfrischer bewusst,« daher suchen sie Verbindungen, die sie zu Distributoren im Ausland führen würden. Sie denken auch über eine Präsentation des Projekts auf Kickstarter nach und wollen nächstes Jahr den Umsatz steigern und das Verkaufsprogramm erweitern. Das Team ist gleichzeitig auch überzeugt, dass nur positives Denken, der Wunsch nach Kreativität und der Glaube daran, dass nichts unmöglich ist, sie weiterbringen können.»Das sind Eigenschaften, die einen Unternehmer auszeichnen und ihn in den Phasen der Unternehmensentwicklung begleiten,« ist Jaka überzeugt.

Quelle: https://mladipodjetnik.si/novice-in-dogodki/novice/kako-sta-oce-in-sin-izpopolnila-dedkovo-delo; am 16.12.2014